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Festungsstadt Buxtehude
Die frühere Stadtmauer war von drei Toren, dem Geesttor, dem Moortor sowie dem Marschtor durchbrochen. Die Stadtmauer umfaßte den heutigen Altstadtkern und besaß fünf Rundtürme, die als jeweilige Eckfeiler die Stadt schützten.

Einer von ihnen ist der Marschtorzwinger und stammt aus dem 16. Jahrhundert, er ist bis heute erhalten geblieben. Untersuchungen der Fundamente aus Rammpfählen und Natursteinen ergaben, daß der Wehrturm mit seinen fast zwei Meter dicken Mauern um einen Innendurchmesser von 11,30 m nicht aus der Bauzeit der Stadtmauer stammt, sondern erst nach Aufkommen der Feuerwaffen so ausgebaut wurde.    

Die Schießscharten - unten sieben, oben acht - wurden in Granit gefaßt. Durch sie konnten die Buxtehuder Schützen den gesamten Raum vor der Stadtmauer bestreichen. Der Turm war nach dem  damaligen Stand der Technik gebaut worden. 

Das Ziegelformat läßt auf das 14. Jahrhundert als Bauzeit schließen. Vermutlich sind die Backsteine des alten Mauerturms beim Neubau 1539, als auch das Schützenwesen durch den Rat reorganisiert wurde, wiederverwendet worden. 

Der Marschtorzwinger dient Buxtehude heute als Kulturzentrum für unterschiedliche Veranstaltungen wie beispielsweise Buchlesungen, musikalischen Vorträgen oder  Ausstellungen. 

Rundturm
Auch der Linahzwinger, ein ca. 1552/53 erbauter Rundturm an der Nordostecke der mittelalterlichen Stadt stammt aus der Befestigungsanlage. Sichtbare Findlinge markieren heute die Lage seiner archäologisch nachgewiesenen, 1,85 m breiten Fundamente.

Quelle: Buxtehude Stadtarchiv

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